Benedictum - Seasons of Tragedy

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Locomotive Records

Besetzung
Gesang: Veronica Freeman
Gitarre: Pete Wells
Keyboard: Chris Morgan
Bass: Jesse Wright
Schlagzeug: Blackie Sanchez

Tracklist
1. Dawn of Seasons
2. Shell Shock
3. Burn it Out
4. Bare Bones
5. Within the Solace
6. Beast in the Field
7. Leagcy
8. Nobodies Victim
9. Balls to the Wall
10. Steel Rain
11. Seasons of Tragedy

Datum: 09.01.2008 - Autor Jörg
VÖ:18.01.08

Veronica Freeman und ihre Jungs von Benedictum holen nun zum 2ten Schlag aus und zeigen das die Band noch mehr Potential hat, als wie nur die drallen Brüste der Frontlady. Ehrlich gesagt, mir geht das Gesabbel um die rausragenden, körperlichen Merkmale der Frau und ob sie nun einen kurzen Rock trägt oder nicht, völlig auf den Geist. Verklemmte Kids ziehen sich an solchen Kleinigkeiten hoch, lästern im Internet über Veronica und pellen sich heimlich einen auf ihre Pics. Leute die Frau hat eine bombige Stimme und ihre Band hat es drauf. Livehaftig haben es Benedictum im Vorprogramm bei Doro und auf einigen festivals bewiesen das sie gut abgehen, ich kann mich da auf gute Quellen berufen.

Album Nummer 2 fällt sofort dadurch auf, das die Songs flotter und einfacher ins Ohr gehen. Benedictum haben nun endlich einiges mehr an Hooklines auf der Pfanne und so muss man sich „Seasons of Tragedy“ nicht 10 X anhören bis die Songs zünden.

Eine klare Steigerung zu „Uncreation“ ist die 2te auf jeden Fall geworden. Auch härtetechnisch haben die aus San Diego stammenden Metaler und ihre Frontlady etwas nachgelegt. „Shell Shock“ und „Burn it Out“ sind deftiger Heavy Metal, wie man ihn gerne hört. Spielerisch Hochwertiges liefert die Gitarrenfraktion und die beiden Jungs aus der Rhytmsektion machen ordentlich Dampf und lassen es auch hin und wieder gut grooven.

Highlight in der ersten Hälfte der CD ist das schwere Metal-Stück „Bare Bones“, geiler schwere Riffs tragen die Strophen und eine feine Melodie begleitet den Refrain. Ich gebe zu das Lied hätte auch von Doro sein können, nur ohne den gruseligen Akzent. "Legacy" ist ein feiner Abgeh-Metal-Song wo Veronica ihren stimmlichen Abwechslungsreichtum unter Beweiss stellt.

Leider, muss ich es so sagen, haben Benedictum sicher erneut an eine Coverversion gewagt. Diesmal musste „Balls to the Wall“ von Accept dran glauben und wieder ist es sozusagen das Lowlight auf dem Album. Das Lied ist ein Klassiker und steht in seiner Ur-Fassung wie eine Eins. Jetzt nicht das die Fassung von Benedictum völliger Brunz ist, aber irgendwie will es mir so nicht Reinlaufen. Dann doch lieber die eigenen Stücke wie das tolle „Within the solace“ (leichte epische Anflüge mit Keyboarduntermalung) oder das starke „Steel Rain. Die Eigenen Lieder laufen dem Coversong echt den Rang ab, wie ich zumindest finde und das sollte wohl ein großes Kompliment für die Band sein.

Benedictum haben eindeutig eine Steigerung mit ihren 2ten Album geschafft und das ist zu honorieren. Wenn ihr rockigen US-Metal mit Frauengesang mögt, dann hört unbedingt in „Seasons of Tragedy“ rein.









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