Beneath the Massacre - Dystopia
7.0 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2008
Label
Prosthetic Records
Besetzung
Gesang: Elliot Desgagnés
Gitarre: Christopher Bradley
Bass: Dennis Bradley
Schlagzeug: Justin Rousselle
Gitarre: Christopher Bradley
Bass: Dennis Bradley
Schlagzeug: Justin Rousselle
Tracklist
1.Condemned
2.Reign Of Terror
3.Our Common Grave
4.Harvest Of Hate
5.The Wasteland
6.Bitter
7.No Future
8.Lithium Overdose
9.Never More
10.Procreation The Infection
2.Reign Of Terror
3.Our Common Grave
4.Harvest Of Hate
5.The Wasteland
6.Bitter
7.No Future
8.Lithium Overdose
9.Never More
10.Procreation The Infection
Datum: 13.11.2008 - Autor Claudio
Aber mal ganz von Anfang und ein paar trockene Fakten, Beneath The Massacre heißt die Band, die mich so verschreckt, aus Kanada kommen sie und haben sich dem progressiven, hoch technischen Highspeed Death Metal verschrieben. Soweit okay? Musikalisch wandeln sie auf Pfaden die nicht beschrieben werden können, sie haben Ähnlichkeit mit ihren Labelkollegen Gojira, nur sind sie viel schneller und viel mehr Death Metal. Auch kann man sie vielleicht mit Nile vergleichen, nur das Nile gegenüber Beneath The Massacre klingen wie Omas Kaffeekränzchen. Vielleicht sind Nile brachialer, aber Beneath The Massacre verbinden Geschwindigkeit mit außergewöhnlicher Komplexität, streuen Groove ein und schrecken auch vor “Melodien” nicht zurück. Auch versuchen sie nicht sich im Goregemetzel auszutoben und kryptische Geschichten aus fernen Zeiten sucht man bei den Kanadiern auch vergebens. Sie beißen sich in der Realität fest und hinterlassen verbrannte Erde.
Gerade die wahnwitzigen Gitarren, ich glaube, die Jungs verbraten auf “Dystopia” eine Batterie Riffs, die für den Backaktalog von 93 % aller Metal Combos genügt. Auch wenn die Komplexität teilweise haarsträubend und unglaublich ist, so erkennt man immer einen Song und nicht nur eine atonale Ansammlung wilder Klänge, was bei einigen anderen Bands aus dem Progressiven Genre ja der gute Ton zu sein scheint. Die eingestreuten Groove Parts wirken auch nicht implantiert sondern gehören zu den Songs, geben ein bisschen Zeit, sich auf den nächsten Sturm aus tobenden Blastparts mit brutalsten Gitarrenwirbeln einzustellen. Gerüchteweise hat die Band die außergewöhnliche Fähigkeit, diesen Wahnsinn auch auf die Bühne zu transportieren, was ich mir bei nur einem Gitarristen einfach nicht vorstellen kann.
Natürlich finde ich in diesem Wahnsinn aus Instrumenten auch wieder was zu mosern und zwar den Gesang, vielleicht stößt er auch nur mir übel auf, aber es ist ein klassischer Death Metal Growl Gesang, der im Gegensatz zu der superben Musik einfach ziemlich profan wirkt. Okay, es verstärkt die Brutalität, zieht die Songs in einer Art aber auch in ein Genre runter, in das die Musik nicht mehr oder besser gesagt, niemals gepasst hat. Songs wie der Opener “Condemned”, der gleich zu Anfang zeigt, was man auf “Dystopia” zu erwarten hat, oder “Harvest Of Hate” gehören einfach zum Besten was es im progressiven Death Metal zu hören gibt. Der Beweis, dass sich Beneath The Massacre nicht in ellenlangen Frickelorgien verfangen ist die Spielzeit: 33 Minuten für 10 Songs, also kompakte Progressivität gibts doch noch.
Ich kann Liebhabern von Nile, The Dillinger Escape Plan, Kataklysm, Pittbulls In The Nursery oder Gojira einfach nur raten “Dystopia mal zu testen. Es reichen bei dem Album 40 Sekunden um Interesse zu wecken oder zu schockieren. Richtig begeistern kann das Album aber erst nach mehreren Durchläufen. Ich freue mich darauf mehr von den Jungs zu hören und bitte vielleicht nicht mehr so stumpf Growlen demnächst, okay?





