Bang Tango - Ready To Go

8.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2004

Label
Shrapnel

Besetzung
Joe LeSte (vocals)
Alex Grossi (guitars)
Anthony Focx (guitars)
Chris Roach (bass)
Matt Star (drums)

Tracklist
1. Ready To Go
2. I Came To See You
3. It Ain't Easy
4. Rainy Day
5. The Other Side
6. She Knows Better
7. Roll Me Over
8. Save Myself For You
9. Love The Life
10. Most Important Thing
11. Tell Me
12. Carry On


Datum: 17.01.2005 - Autor Marc
Als ich neulich im Geschäft (arbeite in einer Tonträgerabteilung) mal wieder nach dem Bang Tango Backkatalog schauen wollte, ob endlich mal ein Re-Release der legendären "Psycho Cafe"-Scheibe ansteht, staunte ich nicht schlecht. Gibt es soch tatsächlich seit Herbst letzten Jahres ohne große Vorankündigung eine Neuveröffentlichung der US-Sleaze-Rocker um Ausnahmesänger Joe Leste. Natürlich hab ich das Album sofort bestellt und schon eine Woche später durfte ich das Teil in meinen Händen halten. Auf dem Cover ein aktuelles Bandphoto, worauf im Gegensatz zu den glorreichen Zeiten inzwischen nur noch zwei langhaarige zu erblicken sind, einer von den Jungs ist sogar kahlgeschoren. Demnach nicht allzuviel erwartend und einen Stilwandel vermutend legte ich die CD in den Player und bereits nach den ersten Takten von dem Opener und Titletrack "Ready To Go" hat es mich schier vom Hocker gehauen. Ich staunte nicht schlecht, als da plötzlich ein AC/DC-mäßiges Riff aus den Boxen tönte und Joe Leste wenig später mit seinem unverkennbaren Gesang einsetzte. Als hätte es die letzten 10 bis 15 Jahre nicht gegeben, singt der gute Joe mit seiner markanten Sleazeröhre immer noch sensationell stark, daß sich manch ein alternder Rockstar sich hiervon eine Scheibe abschneiden könnte. Also ich möchte es vorwegnehmen, wenn da nicht Joe Leste wäre, würde das Album ganz und gar nicht nach Bang Tango klingen. Es ist zwar kein Stilwechsel in dem Sinne, doch es ist ein schlicht gehaltenes U.S.Hardrockalbum ohne große Schnörkel. Wenn ich mich da nur an die Bassläufe von früher erinnere, aber die Band ist ja bekannt dafür gewesen, daß sie bei jedem Album etwas anders geklungen hat. Jedenfalls sind hier mit "Roll me over", "Love the life" (mit Dizzy Reed am Piano) und "Tell me" (co-written by John Corabi) echt zeitlose, locker flockige, sehr melodische und eingängige Songs vertreten, als auch (Halb-) Balladen wie "Rainy day", "Most important thing" und "Carry on". Die restlichen Songs kommen dann doch ne Ecke sleaziger um die Ecke und können immer noch an die alten Tage erinnern. Ich kann dieses Album wirklich jedem ans Herz legen.







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