Axxis - Paradise in Flames

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2006

Label
AFM Records

Besetzung
Gesang: Bernhard Weiss
Keyboard: Harry Oellers
Gitarre: Guido Wehmeyer
Bass: Rob Schomaker
Schlagzeug: André Hilgers

Tracklist
1. Paradiese in Flames
2. Dance with the Dead
3. Tales of Glory Island
4. Take my Hand
5. Will God Remember me
6. Talisman
7. Don't Leave me
8. Lady Moon
9. Ice Wind
10. Stay by me
11. Gods of Rain
12. Passion for Rock

Bonus Tracks :
13. Break your Soul
14. Tales of Glory Isalnd
Video : The making of Paradise in Flames

Datum: 12.02.2006 - Autor Rene
Ich habe ja schon lange kein neues Axxis Album mehr gekauft, aber von Paradise in Flames hat man im Vorfeld nur Gutes gehört. Ich war früher ein Fan der Truppe, weil schon die ersten beiden Alben "Kingdom of the Night" und "II" einfach geile Melodische Songs zu bieten hatten, die einem nie mehr aus den Erinnerungen verblassten. Aber schon beim dritten Album "The Big Thrill" machte sich etwas Nasenrümpfen breit, wurde doch der Sound veramerkanisiert und für den Meanstrem plattgewalzt. Erstaunlicherweise gefiel mir das nachfolgende "Matters of Suvival" wieder besonders gut, bevor die Band sich mit dem komischen "Voodoo Vibes" ins Gagaland verabschiedete. Dieses Werk schien für Axxis beinahe der Sargnagel zu sein, aber die Truppe rappelte sich nochmals auf, wechselte einige Musiker aus und versuchte mit "Back to the Kingdom" wieder an alte Glanztaten anzuknüpfen. Das Album war durchaus nicht schlecht, aber irgendwie hat es mir trotzdem nicht so zugesagt wie ich es erhofft hätte. Danach kamen noch 2 weitere Alben "Eyes of Darkness" und "Time Machine", die auf dieser Seite auch schon besprochen worden sind, aber in meiner persönlichen Sammlung immer noch fehlen. Trotzdem habe ich mir das neue Werk zugelegt und wurde positiv überrascht.



Ich bin mir sicher dass mit diesem Album Axxis einen gewaltigen Schritt nach vorne machten. Denn hier wird bombastischer Power-Metal zelebriert, und zwar mit einer total modernen wuchtigen Produktion die voll knallt und mir die Brezel im Hals stecken lässt. Dazu noch das wunderschön gemachte Booklet von AMF, die uns ja schon mit den letzten beiden Annihilator Werken ein wahres Kunstwerk abgeliefert haben. Natürlich lässt sich darüber streiten ob en geflügelter weiblicher Engel auf einem Kampfpferd mit einem Schwert in den Pfoten schwingend von gutem Geschmack zeugt oder nicht, aber hey, das ist doch verdammt nochmals Heavy Metal und je kitschiger da aufgetragen wird, desto mehr Käufer werden sich dafür interessieren. Intellektuelles Gesäusel ist etwas für ernste Prog-Jazz Kapellen, hier geht es um Götter, Flammen, Monde und dem Paradies. Genau das will die Zielgruppe, und das wird sich auch auf die Verkäufe auswirken.



Musikalisch gesehen tönten Axxis glaub ich noch nie so frisch. Der Double-Bass wummert in manchen Songs, der Sänger Bernhard Weiss hat noch immer seine unverkennbare Stimme und er wird hier von einer Nightwish artigen Sängerin namens Lakonia in mehreren Songs tatkräftig unterstütz. Die weibliche Stimme stört mich hier überhaupt nicht, wenn ein paar gestrandete Nightwish Kiddies von Axxis überzeugt werden können ist das nur gut für die Band. Auch die obligatorische Ballade (Don't leave me) darf nicht fehlen. Das ganze Album riecht zwar nach einem kräftigen Marketing Coup, aber ich glaube es gibt nicht viele Bands denen ich den Erfolg mehr gönnen würde als Axxis, hat die Gruppe doch sehr tief unten durch müssen, aber hat sich wie ein Phönix aus der Asche wieder langsam aufgerappelt. Ich bin mir sicher dass die Band mit diesem Album in die erste Liga des melodischen Powermetals vordringen kann, wo sie sich irgendwo zwischen Kamelot, Gamma Ray, Helloween und anderen großen Namen einreihen wird.







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