Axel Rudi Pell - Mystica
7.0 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2006
Label
SPV
Besetzung
Johnny Gioeli – Lead and Backing Vocals
Axel Rudi Pell – Lead-, Rhythm- and Acoustic Guitars
Ferdy Doernberg – Keyboards
Volker Krawczak – Bass
Mike Terrana – Drums and Percussion
Axel Rudi Pell – Lead-, Rhythm- and Acoustic Guitars
Ferdy Doernberg – Keyboards
Volker Krawczak – Bass
Mike Terrana – Drums and Percussion
Tracklist
1.The Mysterous Return (Intro)
2.Fly To The Moon
3.Rock The Nation
4.Valley Of Sin
5.Living A Lie
6.No Chance To Live
7.Mystica
8.Haunted Castle Serenade (Opus # 4 Grazioso E Agresso)
9.Losing The Game
10.The Curse Of The Damned
2.Fly To The Moon
3.Rock The Nation
4.Valley Of Sin
5.Living A Lie
6.No Chance To Live
7.Mystica
8.Haunted Castle Serenade (Opus # 4 Grazioso E Agresso)
9.Losing The Game
10.The Curse Of The Damned
Datum: 05.09.2006 - Autor Psychobimbo
Dass die Blondine sein Handwerk versteht und sich immer wieder einige wirkliche Könner zu reproduzieren um sich scharrt ändert leider nichts an dem Hauptkritikpunkt. Und der besteht eindeutig darin das sich die (gefühlte) 1098ste Scheibe nicht wesentlich von den Vorgängern unterscheidet und dadurch keinen neuen Fan erschließen wird.
Einerseits stehen die hymnisch-epischen Balladen, welche das Machwerk angenehm zwischen Papas verstaubten Rainbow Platten vergilben lässt, andererseits hat man die knackigen Hardrocksongs welche das Album auch für den, noch immer auf eine neue Savatage Scheibe wartenden, großen Bruder als Geburtstagsgeschenk akzeptabel macht.
Technisches Können und klassisches Feeling macht sich zwar nicht schlecht, aber ein kleiner Kreativitätsschub würde dem ehemaligen Steeler Gitarrist nicht schlecht zu Gesicht stehen. Selbst das Intro und das Instrumental sind vorhanden. Als wären sie für ein ARP Produkt unvermeidlich.
Wo wir gerade noch bei „ehemalig“ und „Gesicht“ waren: Sänger Johnny wird auch nach 5 weiteren ARP Silbertalern mehr der Ex-Hardline Sänger bleiben. Da kann er noch so aussehen wie sein eigener Roadie. Die Klasse eines Jeff Scott Soto hat er nicht auch wenn er einen hervorragenden Job abliefert.
Stichwort Job: Auch wenn er wirklich punktgenau und kraftvoll die Kessel rührt so bleibt Mike Terrana weiterhin ein Band Tausendsassa und seine Überpräsenz ödet mittlerweile selbst den truesten Metalhead an.
Wer als auf konservativen Hardrock mit starker Metalschlagseite steht, bei dem theatralisch und zur Schau gestellte Emotionen nicht zu kurz kommen, der darf gern seine Geldbörse zücken. Einsteigern würde ich dann dennoch mit Pells Ausnahmescheibe „Between The Walls“ anfixen.
Denn auch wenn Nummern wie „Fly To The Moon“, „Valley Of Sin“ oder „Living A Lie“ durchaus internationales Format haben und grundsätzlich von hoher Güte sind, bleiben über die komplette Länge doch zu sehr die Ideenlosigkeit und die Mechanismen der Wiederholung im Vordergrund. Über das an Bonfire erinnernde „Rock The Nation“ erlaube ich mir mich auszuschweigen.
Auch wenn sich der Künstler seine eigene Nische gebastelt hat, so holt ihn irgendwann der Innovations- Mangel ein. Man sollte schon AC/DC heißen um sich bei den Fans das Recht patentieren zu lassen, Jahr für Jahr dieselbe Scheibe zu veröffentlichen. Unter dem Strich ist „Mystica“ eine solide Scheibe über deren Notwendigkeit aber jeder selbst entscheiden muss.





