Avantasia - The Scarecrow

9.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Nuclear Blast

Besetzung
Vocals & Bass: Tobias Sammet
Guitars: Sascha Paeth
Drums: Eric Singer
Vocals: Bob Catley
Vocals: Alice Cooper
Vocals: Oliver Hartmann
Vocals: Roy Khan
Vocals: Michael Kiske
Vocals: Jorn Lande
Vocals: Amanda Somerville
Guitars: Kai Hansen
Guitars : Jenjo Richter
Keyboards : Michael Rodenberg
Guitars : Rudolf Schenker

Tracklist
1. Twisted Mind
2. The Scarecrow
3. Shelter from the Rain
4. Carry me Over
5. What Kind of Love
6. Another Angel Down
7. The Toy Master
8. Devil in the Belfry
9. Cry just a Little
10. I don’t Believe in Love
11. Lost in Space

Datum: 26.01.2008 - Autor Vince
Der Einzige der es geschafft hat eine « Metal Oper » perfekt in Szene zu setzen ist „Tobias Sammet“. Viele haben es versucht und sie alle sind gescheitert und nicht am Können der Künstler, sondern am schlechten Songwriting und an der fehlenden Einheit. Ganz anders „Sammet’s Avantasia“ der mit seiner dritten Metal Oper erneut ganz grosses leistet. Mir hat speziell das Debut Album verdammt gut gefallen, die zweite war auch nicht schlecht aber irgendwie einwenig ein Schnellschuss. Wiederum hat sich „Tobias“ Namhafte Künstler ins Projekt geholt und mit „Alice Cooper“ sogar eine Legende. Weiter liefern sich „Bob Catley“ (Magnum),“Michael Kiske“ „Oliver Hartmann“, „Roy Khan“ (Kamelot), „Jorn Lande“ und „Amanada Somerville“ eine göttliche Vocals Schlacht. Fest in der Band ist auch ein gewisser „Eric Singer“ bekannt von „Badlands“, „Kiss“ und „Union“. Die Gäste an der Gitarre sind „Kai Hansen“ (Gamma Ray), „Rudolf Schenker“ und „Jenjo Richter“. Nun, die Besetzung war auch beim „Genius“ Projekt immer gut aber leider waren die Song bis auf weite Strecken Mist, was man hier bei Gott nicht sagen kann. „The Scarecrow“ bietet uns 11 Songs die teilweise bombastisch sind, teilweise wuchtiger Power Metal und dann noch Killer Balladen, also so ziemlich alles was wir schon auf den ersten beiden „Avantasia“ Platten gehört und geliebt haben. „The Scarecrow“ wird übrigens in Sachen Werbung verdammt gepusht, gestern konnte man nämlich hier sogar in einer Tageszeitung sehen dass man die CD in einem Kommerz CD Geschäft erwerben kann und ich hab mir das Ding auch dort gekauft, also nix mit Promo haha!

Das Album wird durch das bombastische „Twisted Mind“ eröffnet wo sich „Tobias“ zusammen mit „Roy Khan“ ein fettes Vox Duell liefert, hier bei muss erwähnt sein dass der Refrain verdammt Catchy klingt, so muss das klingen Freunde! Sehr geil dann der Titeltrack „The Scarecrow“ zusammen mit „Jorn Lande“ und „Michael Kiske“. Hierbei wurde dem Song eine ordentliche Portion „Medivian“ dazu gepackt und der 11 Minuten Track entpuppt sich als wahrer Geniestreich. Man kann sich schon fast überlegen ans Wacken Open Air zu fahren, denn dort spielt die Projekt Band einen Headliner Gig aber neiiiiin nein, ich werde trotzdem nie ans Wacken gehen, ich bleibe mir natürlich treu. Wollt ihr zwischendurch mal schnellen Power Metal? Gut, dann wäre „Shelter from the Rain“ sicherlich ideal, vor allem weil hier Wundersänger „Michael Kiske“ wieder das Mikro schwingt. Netter Song, für meinen Geschmack aber einwenig zu „Tralala“ Euro Metal lastig. Da habe ich an „Carry me Over“ schon sichtlich mehr Freude, denn die Halb Ballade ist ein wahrer Ohrwurm der einem ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Mit „Another Kind of Love“ gibt es dann endlich eine Frauenstimme und zwar die von „Amanda Somerville“ die im Duett mit „Tobias“ eine wunderschöne Ballade in Szene setzt, ehrlich gesagt halte ich den Song für ziemlich Hit verdächtig. Bei „Another Angel Down“ gibt sich „Jorn Lande“ wieder die Ehre und er bringt mit seiner kernigen Stimme wieder etwas Wucht in die Bude. Erneut macht es Freude den Jungs hier zuzuhören, toller Song und phantastischer Refrain. Bei „The Toy Master“ gibt sich dann der Grusel Magier „Alice Cooper“ die Ehre, das Lied ist perfekt auf die Stimme von „Vincent Damien Furnier“ abgestimmt, mystische Melodien mit einem knalligen Chor, Respekt vom Songwriting von „Sammet“ der Mann ist ein wahres Genie. „Cry Just a Little“ ist dann wieder mal ein Power Metal Song, zusammen mit „Jorn Lande“ hört sich das wieder herrlich an. Balladen Fans wie ich können dann bei „Cry just a little“ in einer Traumwelt abtauchen, wunderbar was „Bob Catley“ und „Tobias“ hier zeigen und unglaublich emotionsvoll. Bei „I don’t Believe in your Love“ kommt dann endlich auch „Oliver Hartmann“ zum Zug, mit seiner feinen AOR Stimme, bringt er hier eine ganz spezielle Note in den rockigen Track. Mit „Lost in Space“ geht das Album dann auch leider schon zu Ende, zum Finale bietet uns „Sammet“ einen feinen Song der sich nicht schlecht anhört, aber im Ganzen eher belanglos wirkt. Das ändert nichts an der Tatsache das „Avantasia“ und „Edguy“ Fans hier voll auf ihre Kosten kommen, das Album hat alles was ich mir persönlich gewünscht habe und klingt wie aus einem Guss. Verneigt euch vor „Sammet’s Avantasia“ er hat es wiederum in Perfektion geschafft ein geniales Album abzuliefern an dem sich nicht nur hart gesottene „Edguy“ Fans erfreuen können, so was kann jedem gefallen was es hier zu hören gibt!





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