Amorphis - The Beginning Of Times

8.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2011

Label
Nuclear Blast

Besetzung
Gesang: Tomi Joutsen
Gitarre: Esa Holopainen
Gitarre: Tomi Koivusaari
Bass: Niclas Etelävuori
Keyboards: Santeri Kallio
Drums: Jan Rechberger

Tracklist
1. Battle For Light
2. Mermaid
3. My Enemy
4. You I Need
5. Song Of The Sage
6. Three Words
7. Reformation
8. Soothsayer
9. On A Stranded Shore
10. Escape
11. Crack In A Stone
12. Beginning Of Time

Datum: 02.06.2011 - Autor Claudio
Amorphis sind inzwischen zu einem Phänomen geworden, denn in den letzten Jahren hat die Band eine Rolle rückwärts gemacht, die darin geendet hat weiter vorne zu stehen als jemals zuvor in ihrer Karriere. Rolle rückwärts, weil sie sich mit Tomi Joutsen einen Sänger zugelegt haben, der endlich wieder growlen konnte und sie somit wieder ihre Großtaten aus der Vergangenheit auf die Bühne bringen konnten und weiter vorne, weil eben jener Tomi Joutsen nebenbei auch noch der beste Sänger ist, denn Amorphis jemals in ihren Reihen hatten. Nun liegt diese Personalentscheidung zwar auch schon einige Jahre zurück und die letzten Alben haben den Status der Finnen innerhalb der Szene zementiert, doch nun liegt es an den Jungs selber diesen Umstand weiterhin zu ihren Gunsten zu nutzen.

Mit ihrem neuen Album “The Beginning Of Times” setzen sie den Weg fort, den sie auf “Skyforger” eingeschlagen haben. Musikalisch schaffen sie die Gratwanderung zwischen ihren Frühwerken und den melodisch ausgefeilten Tracks der Neuzeit, textlich wird auch wieder tief im finnischen Nationalepos Kalevala gewühlt. Jörg bezeichnete die Musik eigentlich ganz treffend und absolut nicht abwertend als “finnischen Mädchen Metal”, denn Amorphis schaffen es tatsächlich beinahe von jedem Metaller akzeptiert, gemocht und teilweise geliebt zu werden.

Mir kommt “The Beginning Of Times” melodischer, filigraner und doch metallischer vor als “Skyforger”. Zum einen mache ich es am Riffing und natürlich am Gesang fest. Auf dem Vorgänger fehlte mir die metallische Basis aus den typischen Amorphisriffs und auch Tomi kann auf dem neuen Album wieder mit Herzenslust growlen. Mein absoluter Favorit auf dem neuen Album ist aber der eigentlich softeste Song und zwar “Mermaid”. Die Melodieführung geht einfach unter die Haut und die flirrenden Gitarren lassen Erinnerungen an die ersten Berührungen der Finnen mit Melodien aufkommen.

Amorphis haben es geschafft aus allen Schubladen zu springen und ihre eigene zu erschaffen. Ist es nun Dark Metal) Melancholic Metal ? Melodic Death ? Irgendwo alles und doch auch nicht, das ist die Faszination die nicht nur “The Beginning Of The End” ausmacht, sondern die Band auf eine ganz eigene Stufe stellt. Ich glaube, dass keine Band mit dermaßen verschiedenen Alben im Gepäck wie Amorphis es schaffen kann ALLE Fans ihrer Musik zufrieden zu stellen. Doch den Finnen gelingt es, denn ob Fans der Frühwerke, der mittleren Phase oder Neueinsteiger, keiner hat Grund an dem Album herum zu mäkeln. Es gibt Melodien, klar gegliederte Instrumentalparts, harte Gitarren, Klargesang und Growling. Alles da, alles drin, alles gut.

Zusammengefasst ist “The Beginning Of Times” ein weiterer Schritt nach vorne für eine Band die sich wie ein Chamäleon verändert und doch immer dieselbe bleibt. Eine Band die sich immer neu erfinden kann und doch unverkennbar sie selbst bleibt. Zehn Alben nun und immer weiß man das es Amorphis ist. Ein fester Bestandteil der Musikwelt, der wirklich noch zeigt das Musik sowohl in den Köpfen der Musiker wie in den Herzend er Fans funktionieren kann und muss. Ich freue mich darauf die Herren auf Europas Bühnen zu sehen und kann nur dazu raten “The Beginning Of Time” dem eigenen Plattenschrank hinzuzufügen.

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