American Dog - Hard

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2007

Label
Bad Reputation Records

Besetzung
Gesang, Bass: Michael Hannon
Gitarre: Steve Theado
Schlagzeug: Keith Pickens

Tracklist
1.Bock
2.No Pity
3.Sometimes you eat the Pussy
4.Another Day in Paradise
5.Hypnotized
6.Long Time Comin´
7.Beaten, Broken, etc.
8.Rock´n Roll Dog
9.Spell on me
10.Little Short
11.Bloodsucker
12.Magnificent Bastard

Datum: 15.04.2007 - Autor Jörg
Endlich, nach 2 Live-Alben „Foamin at Mouth“-2005 und „If you want bud..“ -2006 und einem Re-Release des Debüt-Albums, gibt es wieder brandneuen Stoff von Ohios Finest.

Das neue Album „Hard“ stellt sich als eines der abwechslungsreichsten und wertigsten Scheiben von American Dog heraus. Ist man gleich beim ersten Durchlauf ein wenig am rätseln, was denn nun so arg anders ist, kommt man schnell drauf. American Dog kommen nicht ganz so brachial und rasant daher wie noch auf „Scars-N-Bars“ –ebenfalls aus dem Jahr 2005. Mit „Bock“ eröffnet ein kurzes und fetziges Instrumental den Reigen an erstklassigem Dog-Futter. „No Pitty“ ist eine der gut ausgearbeiteten American Dog- Kompositionen, die wir je gehört haben.

Um mal klar zu stellen es findet kein großer Stilbruch auf „Hard“ statt, doch haben sich Michael Hannon und Steve Theado gedacht, das sie ein wenig das Tempo drosseln müssen. Denn so eine Durchweg-Voll-Dampf-Scheibe wie der Vorgänger ist „Hard“ nicht. Doch keine Angst „Sometimes you eat the Pussy“ ist American Dog-Style wie er nicht besser sein könnte. So ein Song und so solch ein Text gehört zur Band wie die Vorlieber zum Gerstensaft.

Wie schon gesagt man geht das ganze differenzierte an und hat so den Vorteil dass sich die CD sicher nicht schnell abnutzen wird. Es dauert eben ein paar Runden mehr, bis man alles in sein Herz geschlossen hat. Es bedarf aber auch keine großen Musiktechnischen Kenntnisse um sich an der neuen American Dog-Party zu beteiligen. Doch haben sich hier und da ein feines und neues bzw. besser ausgearbeitetes Solo eingeschlichen. So das man die Fähigkeiten von Six-Stringer Steve auch auf dem Album mal so richtig auskosten kann. Live beweißt der bärtige Klampfer ja immer wieder aufs Neue, was für ein Biest in ihm steckt.

„Hypnotzied“ ist ein gefährlich groovender Mördersong, der hier schon alles niederwalzen tut, was richtet dieser Song erst in der Livehaftigen Darbietung an?

„Magnificent Bastard“ am Ende der CD bietet sicher die größte Überraschung, nicht nur das der Song weit über 6 Minuten lang ist, so ist er mit einem leicht epischen Keyboard-Teppich unterlegt worden. Was jetzt sicher seltsam klingen mag, doch das funktioniert und von ausgewimpt braucht man hier keineswegs rumheulen. Das Lied ist mehr als genial und vertieft nur den Dreck und die Verkommenheit des Liedes.

American Dog sind und bleiben eine der geilsten und verkomensten Rock´n Roll-Bastarde, welche das Amiland je hervorgebracht hatte.

Ich drücke der Band die Daumen das es mit „Hard“ auch mal ein wenig klappt, etwas mehr Akzepttanz der breiteren Musik/Metal-Presse zu erkämpfen. Verdient haben es American Dog und „Hard“ hat das Potential dazu die Gruppe ein wenig nach vorne zu bringen.







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