Alice Cooper - Along came a Spider
8.0 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2008
Label
SPV
Besetzung
Gesang: Alice Cooper
Gitarre: Kerri Kelli
Gitarre: Jason Hook
Bass: Chuck Garric
Schlagzeug: Eric Singer
Gitarre: Kerri Kelli
Gitarre: Jason Hook
Bass: Chuck Garric
Schlagzeug: Eric Singer
Tracklist
1. Prologue/I Know where you Live
2. Vengeance is Mine
3. Wake the Dead
4. Catch me if you can
5. (In touch with) your feminine Side
6. Wrapped in Silk
7. Killed by Love
8. I’m Hungry
9. The One that got away
10. Salvation
11. I am the Spider/Epilogue
2. Vengeance is Mine
3. Wake the Dead
4. Catch me if you can
5. (In touch with) your feminine Side
6. Wrapped in Silk
7. Killed by Love
8. I’m Hungry
9. The One that got away
10. Salvation
11. I am the Spider/Epilogue
Datum: 16.07.2008 - Autor Jörg
Leicht macht es Alice Cooper seinen Anhängern mit seiner neuen Scheibe „Along came a Spider“ wirklich nicht, denn hier muss der Zuhörer schon richtig gut zuhören. Die Betonung liegt hier wirklich bei Zuhören. Wer immer noch auf eine Fortsetzung der „Thrash“/“Hey Stoopid“-Ära wartet, der dürfte seine liebe Not mit der neuen Cooper-Scheibe haben. Alice ist weit vom popigen Chartfutter weg, wie schon lange nicht mehr. Der Sound welcher schon auf „Dirty Diamonds“ herrschte –nur zum Glück nicht so dumpf, wird mit einigen Industrial-Anflügen von „Brutal Planet“ gepaart.
„Along came a Spider“ klingt irgendwie wie eine Mischung aus 70ger Jahre Heavy-Rock, der einen Industrial-Touch hat, das macht sich vor allem bei der Rhythmus-Gitarre bemerkbar und schafft eine sehr sinister und beklemmende Atmosphäre.
Die Scheibe seit langem mal wieder ein Konzeptalbum aus dem Hause Cooper geworden und spinnt eine Geschichte über einen, fiktiven Serienkiller Namens Spider. Die Story wird von der Ergreifung an sozusagen rückwärts erzählt. Lediglich ein Intro und Outro lädt ein, bzw. geleitet den Hörer wieder aus der Story raus. Der Rest wird durch die Songs erzählt. Immer wieder fallen die bitterbösen und fast schon zynischen Texte auf, welche die Atmosphäre des Albums nur noch düstere erscheinen lassen.
Wie ich schon Eingangs erwähnte erschließt sich „Along came a Spider“ nicht durch einen bestimmten Singlehit oder einen besondern Highlight-Song. Mir ist es passiert das die CD beim ersten Durchlauf irgendwie gar keinen Eindruck hinterließ und ich schon mit Alice Cooper schimpfte. Doch mit einigen Durchläufen mehr öffnete sich mir die düstere Welt von „Spider“ und die Scheibe fing an mich zu fesseln. Durch das intensive zuhören bekam ich auch einen guten Eindruck von der Geschichte, soweit ich sie ohne Textbeilage verfolgen konnte und diese scheint ein kleines Meisterwerk zu sein.
Gibt man sich die Zeit und einige intensive Durchläufe, so fallen dann auch einige Highlights bei den Songs auf, welche auch ohne das Konzept für sich stehen können. Da wären auf jeden Fall „Catch me if you can“ und „(In Touch with) Your Feminine Side“. „Killed by Love“ dürfte als eheste etwas sein womit die „Poison“-Fraktion unter den Cooper-Fans was anfangen könnte. Die letzten 3 Songs sind für mich dann auch der Höhepunkt der Scheibe, welche ich aber gerne als Ganzes empfehlen würde.
Lediglich die als Vorhabhäppchen ins Rennen geschickte Single (wenn’s denn eine wird/ist) „Vengeance is Mine“ ist nicht so der rechte Knaller. Kein schlechter Song, doch als Anheizer für die Scheibe schlecht gewählt.
Lasst euch davon nicht abhalten, denn „Along came a Spider“ ist ein Grower wie er im Buche steht. Nehmt euch die Zeit und entdeckt diese CD in seiner Gesamtheit, es lohnt sich. Kein Easylistening Fastfood, sondern intensiver Hardrock wie man es sich wünscht öfter zu hören.
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