ADX - Exécution

9.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1985

Label
XII Bis Records

Besetzung
Vocals : Phil
Guitars : Betou
Guitars : Marquis
Bass : Deuch
Drums : Dog

Tracklist
1. Deesse du crime
2. Prisonnier de la nuit
3. L'étranger
4. Exécution
5. Le fleau de dieu
6. Prière de satan
7. Vampire
8. Caligula

Datum: 13.04.2006 - Autor Rene
Klassikeralarm ! Das Debut von ADX hat vor allem im Heimatland Frankreich einen sehr hohen Stellenwert. Neben "Sortilège" gehörten sie damals zur Speerspitze der französischen Metalszene. Anfang der Neunziger versuchten sie dann mit dem englischsprachigen auf dem Berliner Noise Label veröffentlichten Album "Weird Visions" den internationalen Markt zu knacken. Leider ging das schief und die Band löste sich auf. 1998 gaben die Jungs aus dem Froschfresserland mit einem moderner klingenden Album "Resurrection" ein Come-Back, aber die Magie der 80er konnte nicht mehr hergestellt werden. Für 2006 wurde nun eine Reunion angekündigt. Wir sind mal gespannt was da rauskommen wird.



Nun aber zurück zu "Exécution". Der Sound lässt mein Herz höher schlagen, denn hier wird Heavy Metal in ihrer pursten Form geboten. Das Reinheitsgebot der Jungfrauen wurde eisern eingehalten. Scharfe Riffs kombiniert mit klarem hohem Gesang jenseits der Hammerfall Schallgrenze plus virtuose Twin-Guitar Leads, hier wird alles geboten was das konservative Metaller Herz begehrt. Schon der erste Track "Deesse du crime" (Göttin des Verbrechens) erinnert stellenweise an Riot's selige Thundersteel Tage. "Prisonnier de la nuit" (Gefangener der Nacht) ist ein Galoppierender Speed-Rocker der heilige Killers Tage von Maiden grüssen lässt. "L'étranger" ist ein Ohrwurm mit einem simplen Riff aber mit zahlreichen Tempowechseln versehen, wie fast jeder Song dieser geilen Scheibe. Auch die restlichen Songs halten das hohe Niveau und laden zu unbändigen Headbanger Orgien ein. Auch die Produktion kann sich hören lassen, für die damalige Zeit kommt der Sound recht druckvoll aus den Boxen geschossen. Nostalgiker werden die Scheibe abfeiern, aber die junge Generation, die an überproduzierte 248 Spuren Pro-Tool Bombast gewöhnt ist, wird hier wahrscheinlich die Nase rümpfen. Auch an den französischen Gesang müssen sich die Scheuklappen Heinis erst gewöhnen, aber da ich die französische Sprache fast so gut beherrsche wie Michael Schumacher das Go-Kart fahren, ist das für mich kein Problem. Mit vergnügen zücke ich 9 Punkte inklusive Nostalgie-Bonus.





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