Accept - Balls to the Wall

9.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1984

Label
RCA

Besetzung
Gesang: Udo Dirkschneider
Gitarre: Wolf Hoffmann
Gitarre: Herman Frank
Bass: Peter Baltes
Schlagzeug: Stefan Kaufmann

Tracklist
1.Balls to the Wall
2.London Leatherboys
3.Fight it Back
4.Head over Heels
5.Losing more than you ever head
6.Love Child
7.Turn me On
8.Losers and Winners
9.Guardian of the Night
10.Winter Dreams

Datum: 04.06.2004 - Autor Jörg
Ja, hallo, die Deutsche Band ACCEPT war in den 80zigern nach ihrem Erfolg durch “Breaker” und “Restless&Wild” nicht mehr zu bremsen und so wurde auch kein großes Federlesen gemacht und diesem beiden Platten ein würdiger und noch mächtigerer Nachfolger an die Seite gestellt. „Balls to the Wall“ ist wieder so eine Referenzscheibe die ich heranziehen würde, wenn mich jemand fragen würde, wie den nun Heavy Metal klingt. Schon das grandiose Titelstück ist eine Hymne für Tausende Heavy Metal-Fans auf der ganzen Welt geworden, das stampfende Groove-Monster lässt die Wände wackeln. Hier tauchen auch das erste Mal die legendären Chöre auf die ein ACCEPT-Markenzeichen geworden sind. Dann kommt der Kracher „London Leahterboys“ und lässt es im ähnlichen Stile wie den Opener krachen. Ein Klassiker der noch heute auf Konzerten von Udo Dirkschneider für gehobnen Stimmungspegel sorgte. Bei „Fight it Back“ treten ACCEPT das Gaspedal wieder ordentlich durch und geben eine flotten Banger zu Gehör. Einen Wahnsinns-Schrei lässt der Man im Tarnanzug hier hören, das man nur noch mit den Ohren wackeln kann. Diese CD öffnete für ACCEPT auch in den USA die Türen zum Erfolg und sie wurden zur bekanntesten Deutschen Band weltweit, nach den Scorpions. Schon die bedrohlich angeschlagenen Bass-Seiten machen für einen meiner ACCEPT-Faves, eine düstere Stimmung, dann bricht „Head over Heels“ mit seiner geilen Gesangsmelodie im Refrain über einem herein. Diesen Song liebe ich über alles und „Balls to the Wall“ ist mit „Restless&Wild“ mein absolutes Lieblingsalbum von ACCEPT, wobei diese Scheibe leicht die Nase vorn hat. Etwas melodischer und kommerzieller läuten die Solinger die Halbzeit mit „Losing More...“ ein und lassen mit „Love Child“ einen Ohrwurm von aller erste Güte vom Stapel. Geht man hier nicht mehr ganz so schnell zur Sache wie auf den beiden Vorgängern, so gewinnt „Balls“ durch seine Stampfer einiges mehr an Heaviness und man stampft nur zu gerne im Rhythmus mit und beim Nachbarn eine Etage tiefer, tanzt der Kronleuchter im Takt mit. „Losers and Winners“ lässt sich nicht lumpen und man haut eine Banger raus der schon fast an der Speedmetal-Grenze kratzt. Das Gitarren-Duo Hoffmann/Fischer war eine tödliche Waffe und die Riffs bohren sich unaufhaltsam ins Ohr. Leider ist die Ballade „Winter Dreams“ am Ende von „Balls to the Wall“ doch ein kleine wenig zu kitschig geraten und bildet den Tiefpunkt eines ansonsten Grandiosen Albums. Ohne das leicht dröge „Winter Dreams“, welches ich im Prinzip nicht so schlecht finde, nur hält man hier nicht das hohe Niveau der anderen Stücke, hätte ich hier mit der Höchstnote um mich geworfen. Aber auch so, ein mächtiger Klassiker, den man im Regal stehen haben muss, Ausreden werden nicht „akzeptiert“.

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