Tracedawn:Suchen nach einem neuen Anfang

Das Debüt der jungen finnischen Band Tracedawn wurde im letzten Monat ihr veröffentlicht und konnte mich richtig überzeugen. Ihre Musik könnte man als eine derbere Version von Children of Bodom bezeichnen und Fans von ähnlichen Gruppen werden hier ihre Freude haben.
Im Interview gaben Bandleader/Gitarrist Tuomas Yli-Jaskari und Sänger Antti Lappalainen fleißig Auskunft über Herkunft der Band, History und Songwriting.
Lest selber was die beiden zu sagen haben.


Würdet ihr so freundlich sein und unseren Lesern eure Band Tracedawn mal kurz vorstellen.

Tuomas: Wir sind eine Melodik-Metal-Band aus Helsinki, Finnland und wir versuchen gute Musik zu machen. Unser Debüt-Album wird am 22 August in Europa veröffentlicht.
Antti: Tracedawn sind 6 Leute die spielen wie Hölle und haben dabei die Zeit ihres Lebens.


Gebt uns mal einen kleinen Überblick über die Bandgeschichte.

Tuomas: Ich habe mich Weihnachten 2005 entschieden eine Metal-Band zu gründen und schrieb schon einen Song, der heute „Without Walls“ heißt, und nahm eine Demo-Version davon auf. Danach habe ich mit dem Demotape eine Band im Internet zusammen gesucht. Bis November 2006 habe ich alle Leute soweit zusammen gehabt, welche ich wollte. Außer unseren Keyboarder Vili, der ist erst 2007 zu uns gestoßen. Als 2006 unser Sänger Antti zur Band kam, haben wir gleich angefangen kräftig zu proben und haben an unserem ersten Band-Demo gearbeitet. Dann kamen erste Gigs. Alles ab Sommer 2007 ist sehr schnell für uns gegangen, wir haben den Plattenvertrag mit Redhouse FMP unterschrieben und haben sofort angefangen das Album zu recorden. Und nun sind wir hier.

Antti: Wie Tuomas sagte haben wir Weihnachten 2005 angefangen, als er ein recht dumpfes Weihnachten verbrachte und er den Song „Without Walls“ schrieb.
Nach dem Demo haben wir uns alle gefunden und seit dem geht es uns wie bei einer Achterbahnfahrt. Plattenvertrag, Video, Album und ein Wechsel am Bass, dazu ein paar echt große Live-Shows.


Wie ihr schon erzählt habt, ist Tracedawn als Projekt von Tuomas gestartet. Wann kam Tuomas auf die Idee, dass eine echte Band doch viel besser wäre?

Tuomas: Eigentlich wollte ich von vornherein eine richtige Band um mich haben. Ich habe zwar das erste Demo allein gemacht, aber ich stehe nicht so auf Solo-Projekte. Das Gefühl mit einer echten Band ist einfach anders und viel besser. Aber die Musik ist am Ende das Wichtigste und am Ende war es egal ob es eine Band spielt oder einer alleine.


Könnt mal erzählen was unsere Leser vom Tracedawn-Debüt erwarten zu haben?

Tuomas: Ihr könnt ein vielfältiges Melodik-Metal-Album erwarten. Ich glaube es ist für jeden etwas dabei, außer ihr mögt die Backstreet Boys hahaha

Antti: Eine Mix von Melodien, Kick-Ass-Riffs, mehr oder weniger sinnvolle Texte und eine gute Zeit beim hören.


Erzählt mal ein wenig von den Aufnahmen und wie es im Studio so abging? Ihr habt ja mit Mikko Karmlia und Mika Jussila für den endgültigen Mix und das Mastern gearbeitet. Die beiden sind in Finnland ja recht bekannt, wie war es mit den beiden zu arbeiten?

Tuomas: Nun, Mikko und Mika sind beides sehr Professionelle Leute und wir haben ihnen bei ihren Parts freie Hand gelassen. Sie haben zum Beispiel schon mit Nightwish und Children of Bodom gearbeitet. Es war schon sehr toll mit ihnen zu arbeiten. Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Antti: Ich fand es ein wenig verstörend am Anfang und wir waren sehr nervös, bevor wir mit den beiden angefangen haben zu arbeiten. Aber sie haben sich als sehr nette und umgängliche Typen herausgestellt, die unsere Meinung respektiert haben.


So sollte das Arbeiten auch sein. Ihr habt für „Without Walls“ ein cooles Video gedreht. Habt ihr den Song jetzt deswegen ausgesucht, weil er den Fans genau das zeigt, was sie von dem Album erwarten können? Ich finde der Song vereint alle Fassetten, welche euer Sound zu bieten hat.

Antti: Unser Label, unser Promoter und der Booking Agent waren alle für den Song als Videoclip und wir haben den Song auch für geeignet befunden, weil er eben zeigt was wir alle als Musiker drauf haben.

Tuomas: Eigentlich weiß ich gar nicht warum wir den Song als Video gemacht haben. Wahrscheinlich ist der Grund, den du genannt hast und „Without Walls“ lässt uns alle in einem guten Licht erscheinen. Der Song zeigt in der Tat was bei Tracedawn am Start ist, zudem ist es der erste Song dieser Band und so ganz natürlich das wir ihn als Clip veröffentlichen.


Ich hätte niemals so eine geile Ballade wie „Widows“ auf dem Album erwartet. Was hat euch zu dem Song getrieben? War es eine Art Überraschungseffekt?

Antti: Der Song hat eine recht lustige Entstehungsgeschichte. Gerade als wir angefangen haben die CD aufzunehmen hatten wir 7 „richtig gute“ Songs fertig. Dann sollten wir die Scheibe aufnehmen und uns wurde mitgeteilt das es wenigstens 8 Songs seien sollen, die auf dem Album stehen. So mussten wir uns schnell was aus dem Ärmel schütteln. Wir entschieden uns für eine Ballade, weil so was am schnellsten zu schreiben geht. Villi unser Keyboarder komponierte das Lied „Widow“ in gut 3 Stunden, also eine Rohfassung davon. Tuomas musste den Refrain im Studio noch umschreiben, weil er einfach kacke war. Wenn du sagst der Song ist geil, dann verstehst du nun unsere Belustigung, er wurde nur gemacht um einen Platz zu füllen.

Tuomas: Möglicherweise wollten wir auch ein wenig die „True“-Metal-Typen mit dem Lied provozieren, solche Leute, die sich eben nur Black-Metal reinziehen und sonst nix anderes. Aber eigentlich wurde da nichts geplant. Wie Antti schon sagte, wir waren etwas unter Zeitdruck um einen letzten Song für das Album fertig zu bekommen. Wir dachten sofort dass die Idee unseres Keyboarders Villi schon recht gut sei. Heute ist die Ballade eher ein Gag für uns.


Ich mag den Song trotzdem. Würdet ihr mir zustimmen das Tracedawn als eine Kombination von melodiösen Death-Metal, so wie in Skandinavien üblich, und traditionellen Metal wie Iron Maiden oder Manowar ist?

Tuomas: Damit liegst du verdammt richtig. Wir haben uns zwar vorher nicht wirklich über eine Kombination von Stilen den Kopf zerbrochen, wir machen einfach unser Ding und es ist eben Melodischer Metal.

Antti: Ich würde sagen eine Mischung aus allem was wir uns anhören und mögen.


Möglicherweise eine blöde Frage, aber gibt es einen Sinn hinter dem Bandnamen Tracedawn?

Tuomas: Blöde Antwort auf eine Blöde Frage..Du kannst selber entscheiden wofür der Name steht. Für uns bedeutet es so was wie: Suchen nach einen neuen Anfang.

Antti: Unser Drummer kam mit dem Namen Tracedawn an, er erzählte mir es bedeutet so viel wie „Suchen nach einem neuen Anfang“..Für mich klingt das cool.


In der Tat und so habt ihr mir auch gleich eine Überschrift für das Interview geliefert. Wie ist das Feedback, was ihr bisher bekommen habt?

Tuomas: Das Feedback ist überraschend gut. Wir haben es so in dieser Art nicht erwartet und es ist einfach toll.

Antti: Das Meiste ist Positiv. Da sind zwar immer Leute, welche uns nicht mögen, aber man kann es nicht jeden recht machen.


Welches sind eure Einflüsse als Band uns als Musiker selber?

Tuomas: Ich war schon von der Musik der Beatles fasziniert, als ich deren Musik mit 5 Jahren zum ersten Mal hörte. Die erste Metal-Band, welche ich hörte waren Stratovarious und danach gab es kein zurück mehr vom Metal. Danach habe ich mich schnell in der Finischen Szene wieder gefunden. Ich glaube mich beeinflusst so gut wie alles, was ich so höre. Dennoch muss ich ein paar Bands besonders hervorheben, weil sie meine Lieblingsbands sind: Protest the Hero, Strapping Young Lad, Nightwish..irgendwie könnte ich ewig weiter machen.
Antti: Ich kann da niemand speziellen nennen. Ich schreibe ja auch nicht die Musik, haha


Habt ihr schon Liveerfahrung mit Tracdawn sammeln können?

Tuomas: Wir haben viele Konzerte über das gesamte letzte Jahr gespielt und es war ein Riesenspaß.

Antti: Da waren einige. Wir haben das Sauna Open Air und das Tuska Open Air im Summer gespielt, dazu noch einige Gigs.


Wird es in absehbarer Zeit Konzerte oder möglicherweise eine Tournee geben?

Tuomas: Wir haben für diesen Herbst einige Gigs gebucht. Kann sein das wir auch auf Tour gehen.

Antti: Während wir das Interview beantworten buchen wir sozusagen eine Europatour.


Macht euch mal über die Wordassociation her

Heavy Metal- Gute Musik
Finnland- Zuhause
Alkohol- Letzten Freitag
Sex- Frauen
Glamrock- Michael Monroe
Helden- Spiderman
Liebe- wichtige Leute
Hass- Dämliche Leute
Lapin Kulta- Bier und Sauna
Porno –Ron Jeremy-Jeremy Quick-Was??
Schweden- Schlechtes Ice-Hockey und Metal haha, nein tolles Ice-Hockey gibt es in Schweden
Sleaze-Metal.com- Scheint ein tolles Magazine zu sein haha


Danke euch beiden für das Interview. Habt ihr noch irgendwelche abschließenden Worte auf Lager?

Antti: www.myspace.com/tracedawn
Tuomas: Danke!




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Datum: 26.09.2008 - Autor: Jörg




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