Auch Franzosen spielen echten Metal

Ich habe lange gebraucht um mich selber neuerer Musik gegenüber zu öffnen, aber mit der Zeit tauchten immer mehr Bands auf, welche mich begeisterten. So langsam fielen die Scheuklappen und ich fange nun auch an, nach neuen Bands Ausschau zu halten, welche nicht unbedingt in mein typisches Beuteschema passen. Dazu gehören auch eindeutig One Way Mirror, welche gerade ihr tolles Debüt-Album via Metal Blade-Records veröffentlicht haben. Da sich die Möglichkeit bot die Gruppe um den Drummer von Soilwork, den Gitarristen von Lyzanxia und dem Mnemic-Sänger Guilaume Bideau (der auch die Interview-Fragen beantwortete) in einem kleinen Interview etwas genauer vorzustellen, machte ich mich an die Arbeit.
Hi Guilaume, wie geht’s? Zuerst mal Gratulation zur tollen ersten CD von One Way Mirror. Seit ihr soweit zufrieden oder wären da noch Sachen, welche ihr am Ende noch ändern würdet?
Hi, danke dir. Wir sind total zufrieden mit dem Album und es klingt genauso wie wir es uns gewünscht haben. Deswegen haben es David und ich auch selber produziert. Wir wollten über alles die Kontrolle haben, bis zum Happy End und nun sind wir Happy, hehe.
Schön zu hören. Erzähl mir doch mal wo der Antrieb und die Geschichte hinter One Way Mirror steckt?
One Way Mirror ist eine Geschichte von uns Freunden. Wir sind alle enge Freunde durch unsere unterhaltsame Musik geworden.
Außerdem wollen wir zeigen das auch Französische Musiker geile Metal-Musik machen können.
Du hast es ja schon fast vorweg genommen, also sind One Way Mirror eine Band und nicht nur ein Projekt. Ihr werdet also auch touren und noch mehr Scheiben machen?
Wir sind definitiv eine echte Band und werden soviel Touren wie es möglich ist. Eine zweite Scheibe wird es von uns sicher geben.
Habt ihr schon Tournee-Angebote vorliegen? Oder wollt ihr erst einmal abwarten wie sich die CD verkauft?
Wir sind aktuell an einigen Sachen am verhandeln, aber es ist noch nichts wirklich sicher und bestätigt. Aber dauert nicht mehr lange, dann können wir was ausplaudern.
Je mehr wir verkaufen, desto mehr können wir auf Tour gehen. Je mehr wir touren um so mehr verkaufen wir…also gehen wir auf die Tour so oft es möglich sein wird.
Dann auch hier bitte Konzerte spielen. Wie würdest du den Sound von One way Mirror beschreiben?
Powervoll und Eingängig!! Es ist sicher keine Revolution, aber wir haben unsere eigenen Sounds, Gimmicks und Eigenarten. Wir meinen dass wir Wieder-Erkennungswert haben und das war uns sehr wichtig.
Wie seid ihr an den Metal Blade-Deal gekommen?
Wie jeder andere, der bei Metal Blade unter Vertrag ist. Wir schickten ihnen eine CD und sie mochten es. Wir fanden es gut, das sie uns gut fanden und so sind wir hier, hehe. Bei Metal Blade sitzen coole Leute, welche ihre Arbeit mögen und sie mit Begeisterung ausüben.
Habt ihr alle Songs verwendet, die ihr für das Album geschrieben und komponiert habt? Oder gibt es da Überbleibsel, was wird mit denen dann passieren?
Hehe..Keine Überbleibsel. Wir mögen es nicht an etwas zu arbeiten, das dann am Ende nicht benutzt oder verwendet wird. Wir haben einen engen Zeitplan, wegen unserer anderen Bands und so schreiben wir sehr effektiv und auf den Punkt.
Habt ihr irgendeine Single oder ein Videotrack am Start? Ich würde ja „Empty Space“ nehmen, der Song ist ein wirkliches Highlight.
Wir haben gerade für den Opener „Destination Device“ abgedreht, aber wir denken noch über zwei weitere Videos nach. „Empty Spaces“ wird mit Sicherheit dabei sein. Du hast einen guten Geschmack.. hehe.
Allerdings haben wir da noch „Relax“, „Keeping me away“ und „As you are now“…Schon schwer für uns da eine Wahl zu treffen.
War Produzent Tue Madsen euere erste Wahl um das Album mischen zu lassen? Oder hattet ihr das noch jemand anders im Sinn?
Ich habe mit ihm ja schon bei meiner Band Mnemic zusammen gearbeitet und ich mag ihn.
Er war der perfekte Mann für den Job. Er ist sehr cool und arbeitet schnell und effektiv, genauso wie wir es mögen haha.
Wenn man das Album hört, sticht einem die Coverversion des Frankie Goes To Hollywood-Hits „Relax“ sofort ins Ohr. Warum gerade dieser Song und steht ihr auf diesen 80ties-Pop-Kram?
Yeah!!! Wir sind alle Fans dieser 80ger-Musik..da ist einiges großartiges Zeug bei. Franck einer unserer Gitarristen kam auf die Idee, das Lied zu covern. Wir haben uns dann alle nur angeschaut und gesagt: Jawohl Papa!!
Ich finde es ist ein großartiger Song und wir haben ihn nun zu einer tollen Metal-Version umgeschrieben.
Meinst du nicht dass euch jetzt viele vorwerfen, dass ihr ein wenig auf einen Zug aufspringt. Es haben ja vor euch schon Marylin Manson oder Atrocity solche 80ger Hits erfolgreich in Härtner-Gewänder gepackt.
Natürlich zielt eine Coverversion darauf ab neue Fans aus anderen Genres zu gewinnen. Da gibt es noch so viele Lieder aus dieser Zeit, die mal eine Metal-Behandlung vertragen könnten, hehe.
Ich kenne die von dir angesprochenen Atroctiy nicht, aber ich mag Marylin Mansons-Coversongs. Der hat einen eigenen Stil und Sound.
Was für Pläne habt ihr jetzt in naher Zukunft mit One Way Mirror?
Wir ich schon sagte: Ein paar Videos drehen, auf Tour gehen und eine Menge Spaß haben. Vielleicht treffen wir uns alle ja mal irgendwann.
Wir werden sehen. Ich bedanke mich bei dir für das Interview und überlasse dir noch ein wenig Platz für ein paar abschließende Worte.
Ich bedanke mich für das Interview. Ich hoffe ihr habt alle Spaß daran euch die Musik von One Way Mirror anzuhören. Cheers Everybody.. Guillaume










