Nicht kaputt zu kriegen

Es ist schon etwas her, als ich das erste Mal mit American Dog-Sänger Michael Hannon ein Interview gemacht habe. Seit dem ist viel passiert im Lager der Biertrinkenden Höllenhunde aus Columbus, Ohio. Einige Neuveröffentlichungen, Wechsel am Drumhocker und zu guter Letzt das aktuelle Album „Hard“, welches irgendwo etwas anders ist als man es gewohnt ist, aber dann doch wieder typisch American Dog. Lest meinen Review, dann wisst ihr was ich meine. Zudem verschlug es die Band im Mai ja auch wieder tourtechnisch nach Europa. Also tausend gute Gründe für ein Interview.
Review: Hard
Hey Michael, danke dass du dir noch Mal Zeit nimmst für ein kleines Interview. Wie bist du zufrieden mit eurem neuen Album „Hard“?
„Hard“ ist Klasse geworden. Wir haben alle sehr konzentriert an der CD gearbeitet. Die Songs passen alle sehr gut zusammen.
Ich finde das American Dog einen guten Schritt nach vorne getan haben. Die Songs sind intensiver und ich finde, dass Steve hier seine besten Solos überhaupt auf einer Studioplatte spielt. War das so in der Art euer Masterplan?
Wir versuchen immer unser Bestes zu geben. Wir sind nun schon sehr lang als Band zusammen und so wird man immer besser. Steve ist ein fantastischer Gitarrist und ich meine er spielt auf dieser Scheibe noch heavier.
Es ist bei uns ein wenig verkehrt herum. Die meisten Bands werden mit dem Alter softer und mehr melancholischer. Wir sind sozusagen mit jeder Veröffentlichung härter geworden.
Wie habt ihr die CD aufgenommen? So wie die Bands in den 70ern, also sozusagen „Live“ oder hat jeder seinen Part alleine eingespielt?
Eine Mischung aus beidem. Wir spielen alle Live im gleichen Raum und haben dabei Kopfhörer auf. Die Amps stehen in einem anderen Raum, so dass der Sound nicht von den Mikrofonen vom Schlagzeug aufgenommen werden kann. Nach einem guten Take setzen wir uns hin und hören uns das alles an. Wenn’s Schlagzeug dazu passt, machen wir mit dem nächsten Song weiter, bis alle Lieder fertig sind. Wenn wir dann ein paar Spielfehler beim Bass finden, wird das ausgebessert, dann geht es weiter zur Gitarre und ich singe dann noch die Vocalparts ein. Danach wird alles abgemischt und gemixt.
Ihr habt diesmal ein Keyboard benutzt bei dem Song „Magnificent Bastard“. Woher kam euch diese Idee?
Wir haben ja schon Klavier bei Songs wie „She ain´t reall pretty…“ auf „Scars´N Bars“ benutzt, also ist das ja so neu nicht. Wir haben das Keyboard bei 2 Stücken dabei, „Rock´n Roll Dog“ und eben „Magnificent Bastard“.
Bei „Rock´n Roll Dog“ ist eben dieses Honky-Tonk-Piano zu hören und beim „Bastard“-Song soll es eine Art Orchester simulieren. Steve ist mit Andrew, dem Keyboarder, gut befreundet und der meinte, dass so was gut zu den Songs passen würde. Ich finde, dass es sich großartig anhört.
Euer Drummer Keith Pickens hat nach langer Zeit die Band verlassen. Warum?
Familien-Angelegenheiten.
Wer ist denn der neue Drummer? Und wie lange habt ihr nach einem Ersatz gesucht?
Frankie Garisto spielt nun bei uns Schlagzeug. Er war in der Band The Godz für die letzten 4 Jahre. Er hat außerdem mit Chris Holmes und Randy Piper bei Animal gespielt.
Wo siehst du American Dog in den USA? Ich würde gerne mal den Status eurer Band in eurem Heimatland erfahren
Wir schimmeln immer noch in den Clubs und spielen auf Biker-Partys. Wir spielen immer und überall, wir gehen einfach nicht kaputt haha. Ein wenig mehr Boden konnten wir in den letzten Jahren schon gut machen. Unser Motto: No Retreat, No Surrender!
Das ist auch das Beste was ihr machen könnt. Immer dran bleiben. Habt ihr dieses mal auch wieder Videoclips geplant?
Ja, wir wollen Clips zu den Songs „No Pity“, „Rock´n Roll Dog“ und „Sometimes you eat the pussy..” geplant. Wir wollen das Material auf unserer Europa-Tour im Sommer mitfilmen.
Im letzten Jahr gab es den Re-Release vom Debüt „Last of the Dying Breed“, als Bonus gab es eine Live-CD dabei. War es denn nötig die Live-CD „If you want bud…“ noch mal einzeln zu veröffentlichen? Immerhin habt ihr ja erst Ende 2005 ein Live-Album gemacht.
„Last of the Dying Breed“ war ja schon länger Out of print. Für die Neuveröffentlichung haben wir noch mal 2 Bonus-Coversongs dazu gepackt. Dann kam uns die Idee mit der Bonus-CD, die wir auf der „Dying Breed“-Tour aufgenommen haben. So haben die Fans eine Menge Extras. Es war notwendig das Debüt noch mal neu zu veröffentlichen. Die Live-CD ist eben ein kleiner Extra-Bonus.
Das hast du mich wohl nicht verstanden. Ich habe ja lediglich den separaten Release von „If you want Bud“ kritisiert. Ihr kommt demnächst wieder auf Tour hier in Europa. Wo geht’s überall hin?
Wir fangen am 2ten Mai in Frankreich an, dann ab nach Spanien, Belgien, Schweiz. Für genaue Dates schaut bitte auf unsere Webseite.
Wie nix mit Deutschland?
Nein, leider nicht. Ich würde liebend gerne wieder bei euch spielen. Ihr habt das beste Bier in der Welt. Hmm, okay…Belgien und ihr habt das Beste.
Zurück zur Musik, wir hoffen im September im UK zu spielen. Wir wollen dann auch nach Deutschland kommen, wenn alles so klappt wie geplant.
Das hoffe ich aber mal. Ihr spielt oft und gerne in Frankreich. Habt ihr zu dem Land eine spezielle Bindung?
Unserem ersten Europäischen Plattenvertrag haben wir in Frankreich bekommen. Wir haben dort so viele tolle Leute getroffen und kommen da immer wieder gern hin zurück.
Ich weiß ja, dass du großen Spaß an den Sleaze-Or-Question hattest. Nun machen wir mal ein kleines Wortspielchen.
Liebe- Unmöglich, für jemanden der viel unterwegs ist wie ich. Lust macht bei dieser Art Job mehr Sinn.
Hass- Es steckt in jedem von uns. Es kann dich auch von innen her auffressen.
Lynryd Skynryd- Großartige Biertrinker –BBQ-Musik
Sex- &Bier&Rock´n Roll. Die perfekte Dreifaltigkeit
Alkohol- Kills Germs, Preserves Things & make ugly woman beautiful
Blowjob- Kann einen Scheiß-Tag verschönern.
Nutten- Ich selbst hab noch nie für Sex bezahlt, aber die leisten großartige Dienste
Crucified Barbara- Gute Freunde & die sehen auch noch verdammt gut aus. Ich wünschte die 2te CD wäre schon draußen
Krieg im Irak- Verschwendete Zeit
BBQ- mit einer Menge Bier, Musik&Freunden, so könnte das Paradies aussehen.
Geld- Ein notwendiges Übel, wir wollen es alle und brauchen es auch.
Die Simpsons- Großartiger Cartoon, aber ich stehe noch mehr auf South Park
Dope- Nicht für mich, ich bleibe beim Bier.
Heirat- Ich hab es ausprobiert, es war nichts für mich, den Fehler mache ich nicht noch mal
Bibel Belt- Engstirnige, religiöse Spinner, die ihr Leben nur leben um bald tot zu sein.
Ich denke, dass du auch immer noch ein großer Fan von Musik bist. Welche Scheiben hast du dir zuletzt gekauft?
Das waren Black Sabbath „The Dio Years“ und Rose Tattoo „Blood Brothers“.
Was für Musik hast du gerade im Hintergrund laufen?
Scorpions „Lovedrive“ ist gerade zu Ende und jetzt lege ich AC/DC „Live at Atlantic Studios“ auf.
Danke dir für as Interview. Die letzten Worte überlasse ich dir.
Danke für deinen dauerhaften Support. Wir werden sicher auch mal wieder nach Deutschland kommen. Ich weiß noch nicht genau wann, aber wir kommen wieder. Prost!!










