Bodenständiger Rock´n Roll

Eat the Gun haben schon oft auf der Bühne ihre Qualitäten bewiesen und auch ihr Demo „Kingsize“ vor ein paar Jahren war nicht von schlechten Eltern. Doch der erste Longplayer ist immer was ganz besonderes und dass „Cross your Fingers“ solch ein Kracher geworden ist, konnte niemand ahnen. Es gab also genügend Vorwand für ein Interview. Mit Sänger Hendrik traf ich mich in Münster und wir quatschen locker über eine Stunde über das Album, Eat the Gun und alles Mögliche. Hier und da gab Hendrik auch ein paar kritische Worte von sich, das gehört aber dazu und sollte auch gesagt werden.
Das Interview ist ausführlich und informativ geraten. Also habt Spaß bei lesen dieses Intis, mit dem Sänger einer der besten deutschen Bands im Rock´n Roll-Bereich.

Review: Cross your Fingers

Homepage: www.eatthegun.com


Okay Hendrik, dann lass mal hören,„Cross your Fingers“ eurer erstes Full-Length-Album ist nun fertig und wie fühlst du dich damit?

Richtig, das erste richtige Album nach 10 Jahren Musik machen, also für mich persönlich. Das ist einfach ein geiles Gefühl. Da kann ich jetzt gar nicht anders mehr zu sagen, das ist einfach unbeschreiblich. Ich persönlich mache ja schon Musik, seit ich Kind bin und das Album ist das Ergebnis von langer, harter Arbeit. Ich kann mich gar nicht erinnern das es mal eine Zeit gab in der ich keine Musik gemacht habe.


Der Aufnahmeprozess von „Cross your Fingers“ hat sich jetzt aber ganz schön lange hingezogen. Warum? Wenig Geld?

Sind ja 2004 in Bilbao, Spanien gewesen und haben dort diesen Contest gewonnen. Als beste europäische Rock/Metal-Band, das hat uns genug Geld gebracht das wir ins Studio gehen konnten. Das haben wir dann auch direkt gemacht und haben hier die Principal Studios in der Nähe von Münster geentert. Das Album wurde dann schnell in ca. 3 Wochen aufgenommen und wir haben noch recht lange an den Gesangsgeschichten gearbeitet. Die Leadgitarren wurden in 2 verschiedenen Studios in Hamburg aufgenommen und für den Gesang war ich noch mal in Bremen in den A-Vision-Studios.


Ihr habt ja jetzt endlich einen Deal bei einem Label ergattern können oder was ist Eattiude. Rec?

Das Label ist eine gute Sache. Es war ja nicht so das wir langsam beim produzieren waren, das ging ja schon recht fix. Wir haben nur kein Label gefunden, das die „Cross your Fingers“ veröffentlichen wollte. Dann haben wir uns nicht gedacht, warum können wir das nicht selber machen. Wir haben einen geilen Verlag Koks-Musik in Hannover, welche unser Booking machen. Eine tolle Management-Agentur in Bremen und wir sind selber viel aktiv. Da habe ich dann kurzer Hand mein eigenes Label „Eattitude Records“ gegründet und haben in „Broken Sillence“ eine prima Vertriebspartner gefunden. Wir haben es damit geschafft selbstständig und ohne großes Label unsere Platte Deutschlandweit zu veröffentlichen. Darauf bin ich sehr, sehr stolz drauf.


Wird dann das Album auch bei Karstadt im Regal zu finden sein, oder müssen die Leute sie über eure Homepage bestellen?

Ob sie dann dort steht ist eine andere Sache. Aber du kannst sie zumindest über jeden Plattenladen bekommen und von dort aus bestellen. Ein eigenes Label macht ohne starken Vertriebspartner auch keinen Sinn. Ein Label gründen kann ja quasi jeder gründen, aber die Platte dann in die Läden zu bringen, das ist was anderes.


Ich stelle mir so was recht umständlich vor mit verschiedenen Studios. Ich bin immer noch in dieser Vorstellung das eine Band, das Album in einem Studio aufnimmt.

Das macht man ja auch, wenn man das Geld dafür hat. Die Principal Studios sind ja so renommiert und professionell, das es recht teuer ist dort aufzunehmen. Dafür hat man dann auch das entsprechende Ergebnis und es war schon immer ein Traum von uns mal dort aufzunehmen. So haben wir das auch dann so gemacht.


In Münster gibt es ja noch das Barfly Studio von Michael Voss, wäre nicht das auch eine Möglichkeit gewesen?

Ja schon, aber wir hatten zum Principal Studio halt schon Kontakt, durch die Leute von den H-Bloxx und da haben wir auch nicht lange nach anderen Möglichkeiten nachgedacht.
Wir haben ja auch unseren eigenen Produzenten mitgebracht und das Principal Studio ist nicht so Produzenten gebunden. Wir wollten auch nicht einen bestimmten Sound, welchen man mit einem bestimmten Studio oder so verbindet. Da hat man schnell einen Stempel weg und wir wollen schon einen eigenen Sound haben.


Das bringt mich schon direkt zur nächsten Sache. Der Sound bzw. der Klang der Scheibe. Wenn man euch Live sieht, bringt ihr viel Partystimmung auf die Bühne und das Album hat einen recht düsteren Gesamtklang oder soll ich Stimmung sagen. Wie kommt so was?

Das es Live so rüber kommt, ist auch gut so. Der Unterschied zwischen Live und Platte kommt sicher daher, dass wir uns als erstes als Live-Band sehen. Was wir leben und spielen passiert in erster Linie auf der Bühne. Ich glaube auch dass es nicht viel Sinn machen würde, das auf dem Album zu bringen. Das bekommst du nicht hin, dass du diese Live-Atmosphäre auf einer Scheibe richtig einfangen kannst. Das was du beschrieben hast, das ist ja auch die Show. Es ist so wie bei Kiss da geht das Live auch anders ab, wie auf Studio-Platte. Ich bin auch absoluter Kiss-Fan aber ich höre mir fast nur die Live-Alben von denen an. Wenn ich jetzt Fan von uns wäre, würde ich mir wohl auch ein Live-Album von uns kaufen.
Wir haben auch nicht so diese extrem Partyausrichtung wie eben diese 80ger –Bands und in Deutschland hast du eh eine extrem kleine Zielgruppe für so eine Musik. Ich finde diese alten Bands allerdings auch super. Nur Eat the Gun sind halt nicht Mötley Crüe, aber wir sind ja nicht so. Wir sind dann bodenständiger. Wenn du die Texte liest, dann bin ich ja auch nicht einer der schreibt wie er mit Groupies in der Kiste liegt und sich den Verstand wegkokst.


Wie kommen bei dir dann so Texte wie z.B. „Black Hearted“ oder „Me&Myself“ zustande? Sind das eigene Erfahrungen oder eher Fiktion?

Gut, wenn du „Me&Myself“ siehst da singe ich:„Livin in a jailhouse, with me &myself“ das heißt ja nicht das ich im Knast sitze. Das ist ja eher so bildlich gemeint.


In einigen Songs kommen auch oft so Wörter wie „Gun“, oder „Pull the Trigger“ vor. Ist mir jetzt mal speziell aufgefallen.

Das ist dann aus „Life´s A Bitch“. Dazu muss ich sagen das ich gerne Geschichten und ich bin niemand der sich dahinstellt und von sich behauptet dass er das alles erlebt hat. Ich habe noch nie mit einer Frau nachts in einem Hotel gesessen und die hat dann gesagt: „Komm drück einfach ab“. Das sind Bilder mit denen ich spiele und Geschichten welche ich erzähle. Natürlich kommen da auch eigene Erfahrungen zum Zuge, aber ich versuche da mehr den Leuten Stoff zu bieten ihre eigenen Interpretationen aus den Texten zu ziehen, oder das sie ihre möglichen eigenen Erlebnisse in den Texten irgendwie wieder finden. Ich finde es immer toll wenn man es schafft mit der Musik das Gefühl zu geben, das sie sich wieder finden und anhand der Musik erlebtes wieder zu reflektieren. Das finde ich immer cool und das mag ich sehr an Lyrics. Ich finde es auch bedauerlich dass es gerade heutzutage sehr in den Hintergrund ist, solche Texte zu schreiben. Das war früher mal etwas anders.
Ich schreibe unheimlich gerne Lyrics und das macht mir genauso viel Freude wie das Musik spielen/schreiben.


Interessieren dich denn Interpretationen von Leuten zu deinen Texten?

Ja sicher, das interessiert mich immer ungemein.


„Livin on Dope“ ist ja auch so ein etwas düsterer Titel, oder?

Nein, eigentlich nicht. Das ist er von der Stimmung in der Musik. Es ist so ein Song welchen ich zwischen Tour und Studio geschrieben habe. Wir waren im Studio und der Text handelt vom touren. Es geht in dem Lied darum wofür wir eben stehen. Also der Glaube an sich und seine eigene Sache und Ziele, was wir immer unterstreichen. Was wir über die Jahre gelernt haben, das wir so lange schon als Band unterwegs sind.


Aber zwei Partytexte findet man doch auch bei euch? Wir wollen ja nicht den Eindruck erwecken, dass ihr ein depressiver Haufen seid.

Klar, „Get Sleazy“ ist auf jeden Fall ein Partysong. Ich glaube der Song spiegelt unsere Liveperformance am besten wieder. Da, wie ich eben schon sagte, wir uns als Live-Band sehen, da ist bei uns ja eben Blut schwitzen und Party Hard angesagt.


Aber mal so gefragt als Sleaze-Rock siehst du Eat the Gun nicht?

Da kann man ja lange drüber reden, was ist jetzt Sleazerock.
Aber natürlich haben wir damit was zu tun. Ich sehe uns nicht als Sleaze-Band, wir haben kein Haarspray auffem Kopf und Glitzerstiefel. Guck mich an, ich sehe nicht wie ein Sleazer aus.


Wie stehst du denn zu solchen Bands, welche völlig aufgerüscht und overdressed sind?

Es geht so. Es gab mal ´ne Zeit, da war das Fashion und da war das irgendwie cool und man hat sich damit abgegrenzt und war anders. Heute wirkt das auf mich nur noch aufgesetzt und auch irgendwie peinlich. Ich kann es nicht ernst nehmen, aus dem Underground kommen nun auch wieder viele solche Bands. Obwohl ich denke, die kopieren nur was sie auf alten Mötley Crüe und Poison-Scheiben sehen.
Das ist nichts womit ich mich persönlich identifizieren kann, ich bin da nicht mit aufgewachsen. Ich mag diese Musik, ich habe das irgendwann lieben gelernt, weil die so einen bestimmten Livestyle verkörpern. Welche man aber nicht zu ernst nehmen kann, ich habe sicher auch „The Dirt“ gelesen. Find das ich ein geiles Buch, auch wenn man sicher da 70 % von abziehen muss. Ich mag auch diesen ganzen Rock´n Roll-Klischee nicht so gerne, so von wegen mir spritze mir Drogen, oder diese Groupie-Freak welche für jeden Musiker die Beine breit machen. Da stehen wir nicht für. Das war schon immer sehr aufgeblasen, da ist auch die Zeit nicht mehr da. Da sehe ich nicht meine Aufgabe drin.


Eine Kritik habe ich aber an dem Album. Ich finde den Opener „I´m broken“ zu sperrig um ein Album zu eröffnen. Ich mag es immer gern wenn der erste Song den Einstieg zum Album einfach macht.

Kritik ist immer gut. Zu Sperrig? Das ist sicher immer Geschmacksache. Ich verstehe was du meinst. Ich glaube aber auch das „Cross your Fingers“ ein Album ist, wo man sich reinhören muss. „CFY“ ist kein Album was du mal so einfach durchhörst und dann nach 2 Wochen kein Bock mehr drauf hast. Das war immer unser Ziel solch ein Album zu machen wo viel Flexibilität drin steckt auch von der Band her. Von der musikalischen Vielfältigkeit her. „I´m broken“ ist ein Song der sehr stark in die Richtung des ganz neuen Materials geht. Deswegen haben wir lange überlegt ob wir ihn am Anfang oder am Ende des Albums setzen.


Wie ist das Songmaterial jetzt schon Ur-Alt?

Nein, nicht uralt. Klar ein wenig schon älter sind die Songs sicher. Aber ist das nicht bei jeder Band so, wenn ein neues Album rauskommt haben sie schon genug Material für ein weiteres Album in der Schublade.Ich bin ja immer ständig am Songschreiben.


Schreibst du alle Songs allein, oder beziehst du die anderen aus der Band mit ein?

Wir haben da nicht so starre Grenzen, ich bin halt Songschreiber und bei uns in der Band derjenige der das am meisten von sich behaupten kann. Was aber nicht heißt, dass ich die Sachen für die Jungs fertig schreibe. Das ist nicht der Sinn und Zweck einer Band, dann hätte ich auch ein Solo-Projekt machen können.


Du hast mir aber mal erzählt das Eat the Gun jetzt nicht so nach dem typischen Schema entstanden sind, oder wie war das? Du hattest mir doch mal was über die Entstehung erzählt.

Doch das war schon so nur hat sich das Line-Up über die Jahre geändert. Ach, du meinst diese Sache, wo ich jemand angesprochen habe. Soll ich das alles erzählen? Da muss ich ein wenig ausholen. Okay, Kurzform: Ich bin mit 12 auf der Strasse Rumgelaufen, jetzt nicht weil ich kein Zuhause hatte sondern weil ich einen Schlagzeuger suchte. Da wohnte jemand in meiner Strasse, der Schlagzeug spielte dem bin ich dann immer hinterher gelaufen. Der wollte erst aber nix von mir hören und dann habe ich ihn so lange genervt bis er mit mir in den Proberaum gefahren ist und so kam das mit der ersten Band. Da waren wir noch ganz jung, so 12-13, nicht älter. Es hat sich dann so entwickelt. Ich wusste schon sehr früh dass ich Musik machen wollte. Das war bei anderen dann nicht so, die sind dann gegangen es kamen andere.
Aber Eat the Gun sind schon vier Freunde die eine Band bilden und da auch Bock drauf haben, das läuft jetzt nicht als Projekt oder so.


Der Gitarrist welcher auf dem Album noch spielt, ist aber nicht mehr dabei. Erzähl mal über die Gründe.

Das war der Simon, der ist aus privaten Gründen aus der Band raus. Das war dann auch der Grund warum wir die Scheibe auch jetzt veröffentlichen, wir wollen das würdigen was wir mit ihm gemacht haben. Das wir auch noch zu den Sachen mit Simon stehen. Er hatte einfach andere Perspektiven in seinem Leben gesucht. Wenn du ´ne Band hast, dann musst du 24 Stunden damit machen und dran glauben. Wenn du es wirklich ernst meinst und was erreichen möchtest musst du Vollgas geben und keine Pausen machen. Deswegen ist Simon ausgestiegen, weil das nicht mehr möglich war.


Euer Aushilfsgitarrist war ja Live der Hammer. War es da nie im Gespräch ihn fest zum Line-Up zu nehmen?

Du meinst Patzento. Das war von vornherein klar dass er nur als Aushilfe dabei ist. Der Man ist viel beschäftigt und ein Ausnahmetalent und macht sein eigenes Ding. Aber er hat sofort gesagt als die Shows anstanden, ich mach das mit euch. Simon hat ja noch die ersten Shows gespielt, er wohnte dann aber schon in Hamburg und macht dort ne Ausbildung zum Tontechniker. Aber Patzento hat sofort gesagt, er macht mit. Er hat sich innerhalb von einer Woche die Songs draufgepackt und sich mit uns auf die Bühne gestellt. Der Man ist der absolute Vollprofi auf diesem Gebiet. Er spielt schon lange mit Leib und Seele Gitarre. Das war auch eine geile Zeit mit ihm auf der Bühne zu stehen. Das hat Spaß gemacht, wir stehen ja auch immer noch in Kontakt. Ist ja nicht so das wir ihn kurz reingeholt haben und das war’s.


Der neue Gitarrist Nick kommt von der Münsteraner Band Cziltang Brone. Stelle ihn mal unseren Lesern vor.

Es gibt da eine kleine Story zu. Also Nick hat schon einmal bei uns gespielt, damals habe ich noch keine Gitarre gespielt sondern Simon und Nick. Ich war da nur der Sänger, aber das ist schon 6 oder7 Jahre her. Nick ist damals ausgestiegen um seine eigene Musik zu machen. Was dann in die etwas härtere Richtung ging, eben diese Cziltang Brone, war eine sehr geile Band. Sie haben eine Menge gemacht waren mit den H-Bloxx auf Tour. In Münster gibt es eben nicht viele Leute welche Gitarre spielen und mit der alten Schule aufgewachsen sind. Da findest eben diesen Emo-Kram oder diese Metal-Core-Hybride, das ist jetzt nicht das wir nicht gesucht haben. Da war Nick in dieser Stadt der einzige der da so reinpasste. Wir haben auch eine Handvoll andere ausprobiert. Aber bei Nick habe ich es halt ausgeschlossen dass er bei uns einsteigt, weil er eben seine eigene Band hat. Da ich ihn halt mal gefragt ob er nicht Interesse hätte bei uns zu spielen, man kann ja auch in zwei Band spielen.
Seine Band gibt es ja im Moment nicht mehr, die haben sich irgendwie intern irgendwie auf Eis gelegt. War übrigens ´ne geile Sache wie das so kam. Wir sind davon ausgegangen das Nick nicht bei uns spielen wollte und haben irgendwann mal bei unserem Drummer Gerry rum gehangen und waren ein wenig am quatschen, auch ein klein wenig frustriert über die Situation. Da wir dachten wir müssten wie Motörhead zu dritt weiter machen. Da klingelte es und Nick kam rein und setzte sich wortlos ins Wohnzimmer. Dann meinte er auf einmal: Ihr sucht noch einen Gitarristen? Hier habt ihr einen. Da haben wir erst Mal alle dumm geguckt wie du dir vorstellen kannst.


Lass uns mal über das Cover von „Cross your Fingers“ schwätzen. Das sieht genial aus. Wer hat das gemacht? Da ist ja eine Menge drauf zu entdecken

Das ist geiler wie die Mucke oder? Hahaha. Auf das Cover bin ich superstolz das hat Jim Kok gemacht, das ist ein amerikanischer Designer der schon für unheimlich viele Künstler gearbeitet hatte u.a. auch schon für Mötley Crüe. Wie es der Zufall wollte hat er mal unsere „Kingsize“-EP in die Hände bekommen und fand das so geil, das er mal mit uns arbeiten wollte. Wir fanden das natürlich schön und hatten dann aber auch von ihm entsprechende Preisvorstellungen im Postkasten. Solche Leute sind ja extrem teuer. Da haben wir ihm gesagt, das es geil ist das er für uns arbeiten will. Doch wir müssten schon erst ´nen coolen Banker finden der das für uns finanziert. Dann meinte er dass er es dann für ein paar Taler machen würde. Dann schickte er uns so ein Hammerding und das hat uns allen super gefallen.


Gibt es da dann auch ein großes Original von, was nun bei dir Zuhause im Wohnzimmer hängt?

Ne, das Original habe ich nicht. Aber bei mir Zuhause hängt das Bild in groß.


Werden dann auch davon T-Shirts gemacht?

Ja, sicher, dazu muss ich sagen das der Jim ein extra T-Shirt-Motiv für uns. Das wird dann demnächst bei uns auf der Homepage www.eathegun.com zu haben sein. Das sind wir schon alle schwer gespannt drauf. Immer in den Onlineshop gucken, da gibt es dann demnächst die Shirt, hahaha.


Konzerte kommen auch, ihr geht demnächst sozusagen auf Tour. Aber nicht im klassischen Sinne so 2 Wochen am Stück.

Yeahhhh! Wir werden spielen. Aber solche klassischen Tourneen wie du ansprichst gibt es für Bands wie Eat the Gun nicht mehr. Die machen keinen Sinn für uns. Wir können nicht montags, dienstags in kleinen Clubs zu spielen und keiner kommt, weil es unter der Woche ist. Wir haben uns gedacht, dann gehen wir auf Wochenend-Tournee, dann können wir auch zwischendurch noch an anderen Sachen arbeiten. Dann spielen wir auch an Tagen wo die Leute auch rausgehen, also am Wochenende.


Ich habe mir hier noch als Stichwort LA Guns notiert. Ihr wart ja nicht ganz glücklich mit denen als ihr vor kurzem in Köln zusammen gespielt habt. Da wurde ja auch ordentlich dem Ärger auf der Homepage Luft gemacht. Lass mal hören, was da so los war?

Sagen wir mal so, das ist der Grund warum ich uns nicht als Sleaze-Rock-Band verstehe, hahaha.
Was soll ich da noch zu sagen? Ich kann sagen wir haben uns schwer gefreut, als wir hörten dass wir mit den LA Guns spielen sollten. Die sind ja mal echt wer gewesen, wir waren da ja auch Fans von. Es war ein geiles Gefühl dieses Angebot zu bekommen. Der Abend an sich hat dann unsere kompletten Illusionen zerstört. Ich kann nicht verstehen wie man nach über 20 Jahren nicht mehr das ist was man mal war. Ich bin nicht enttäuscht und die tun mir fast schon leid. Diese Mit-50ger das stehen zu sehen, mit 15 Jahre alten Mädels, die denen den Arsch lecken würden wenn sie es wollten. Ah, sorry, aber das ist nicht mein Ding.
Wir wollen spielen und du hast es auch selber gesehen, die Leute sind auf uns abgefahren. Es klingt arrogant zu sagen, aber an dem Abend waren wir die Band welche an dem Abend am authentischsten für eine Rock-Show gesorgt hat.
Jack Viper taten mir richtig leid, die kommen extra aus England rüber und die haben sich echt den Arsch aufgerissen und dann so was. LA Guns Suck, muss ich hier jetzt echt mal sagen.


Schöneres Thema, es gibt eine Release-Party?

In Münster in der Caskade am 30 April, da machen wir auch ein Live-Shooting, welches wir dann auf die Homepage stellen damit sich die Fans das auch mal öfter ansehen können.


Ihr plant aber nicht schon eine DVD? Da gibt es ja genug Größenwahnsinnige.

Nein, wir möchten einfach den Fans was bieten und so ein Live-Video das finde ich schon echt cool. Zudem es ja auch umsonst für die Fans sein wird. So was muss schon sein.


Mal nen kleines Wortspielchen? Hast Bock drauf? Bleibt dir auch nichts anderes übrig, hahaha.

Sleazerock (auch wenn wir das schon diskutiert hatten)- Sleazerock find ich als Musik geil, bin ich echter Fan von. Aber ich selbst bin kein Sleaze-Rocker.
Bier- Schmeckt gut, trinke ich ab und zu auch zu viel von. So wie gestern, deswegen sehe ich heute auch so Scheiße aus, hahaha.
Münster- Münster Rock City, meine Heimatstadt, finde ich toll und lebe gerne hier. Will ich nie weg.
Groupies- Ähhm, was willste denn jetzt hören? Es gibt schon mal so junge Damen, Telefon klingelt. (Kurze Unterbrechung Anmerk des Verfassers). Wo waren wir? Groupies und was ich davon halte. Ich sehe in ihnen eine nervige Erscheinung. Brauche ich nicht.
Geld- Geld ist toll wenn man viel hat
Wir sind Papst- ja, die Bildzeitung ist auch cool, hahaha.
Guns´n Roses- Einer meiner Lieblingsbands die haben mich sehr geprägt. Mit 12 Jahren auf einem Konzert gewesen und danach wusste ich das ich eine Band haben will. Meine Ma war dabei und hat gesagt: Okay, Junge kannste machen.
Wrestling- Ich habe damals die WWF-Karten gesammelt und auf dem Schulhof getauscht. Ich war einer von denen die Hulk Hogan gut fanden und den Undertaker.
Kingsize- Worauf bezogen? Du meinst nicht die Schokoriegel, hehe. Das war unsere erste CD, da bin ich stolz drauf und das hat uns als Band tierisch vorangebracht und auch zusammengeschweißt. Aus der „Kingsize“-Zeit haben wir ganz viel mitgenommen.
MySpace- Super Sache, bin ich richtig Fan von. Wie du auch gesehen hast haben wir unsere MySpace-Seite in letzter Zeit richtig aufgemotzt. Im Moment ist das für junge und neue Band eine tolle Möglichkeit eine Menge Leute zu erreichen. Und das unabhängig von den Massenmedien, das ist total toll. Weil die Massenmedien zu 90% nur mit Scheiße um sich werfen.


Sleaze-Metal.com ist das letzte Stichwort hier. Wie gefällt dir unsere Arbeit?

Das habe ich dir doch schon gesagt. Ich will dir nicht in den Arsch kriechen, hahaha.


Aber ich brauche das mal für unsere Leser, hahaha.

Sleaze-Metal.com ist ein Riesending und bin ich großer Fan von. Ich gehe da auch fast täglich drauf und schaue mir an, was es Neues gibt. Es ist meiner Meinung nach, wenn man sich für Hardrock und Rock´n Roll interessiert im Moment das beste Online-Mag was es gibt. Also Daumen hoch und unseren Support habt ihr. Es gibt ja wohl genug Leute welche das haben wollen. Leider sind es dann die Futzies in der Medienindustrie die es nicht schnallen. Das sind dann die Leute welche früher immer von den Rock´n Rollern verprügelt worden und haben dann BWL studiert.


Danke, das du es geschafft hast mich verlegen zu machen. Bevor ich noch rot werde, überlasse ich dir die berühmten letzten Worte.

Erst mal vielen Dank für das interview, es hat mir viel Spaß gemacht und hoffe das wir bei euch gut wegkommen hahaha. Wir sind über jeden Support Dankbar. Übrigens „Cross your Finger“ hat dasselbe Release-Datum wie die neue Guns´n Roses, den 13.03.06.




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Datum: 13.03.2006 - Autor: Jörg




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